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Die Welt der Tees
Woher kommt der Begriff „Tee“ ?
Wenn man dem Lexikon glauben kann ist es ein südchinesisches Wort und bedeutet durch Gärung zubereitete Blätter eines Strauches.

Grundsätzliches zum Tee, Herstellung und Verwendung
Drogen sind im pharmazeutischen Sinne getrocknete Pflanzen oder deren Teile, die mit Wirkstoffen angereichert sind.
Verwendet werden: die Blüten, die Blätter, das Kraut (die ganze Pflanze), die Wurzel, die Wurzelstöcke, die Knollen, die Wurzelstöcke mit Zwiebel, die Früchte, die Scheinfrüchte, die Samen, die Rinde und das Holz

Die Ernte
Die Pflanzen können nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt des Jahres geerntet werden, da ihre Wirkstoffe sonst sehr unterschiedlich in ihrer Zusammensetzung und Konzentration wären. Welche Teile der Pflanze welchen Wirkstoff enthalten und wann die Konzentration am höchsten ist, beschreiben die Arzneibücher.

Zur Anwendung
Für Tee verwendet der Patient in der Regel arzneilich wirksame Pflanzen, die er als sein eigener Arzneihersteller zubereitet. Auch als Kräuterkissen werden die Pflanzen verwendet.
Normalerweise werden Pflanzen verwendet, deren Wirkstoffe eine große therapeutische Breite aufweisen, dafür kämen z. B. Tollkirschenblätter nicht in Betracht.
Welche Pflanzen nicht in Frage kommen, sagt Ihnen Ihr Apotheker. Fragen Sie ihn um Rat.

Die Zerkleinerung
Damit der Tee wirken kann, müssen die Pflanzen oder deren arzneilich wirksamen Teile zerkleinert (grob bis fein geschnitten), Früchte und Samen vor Gebrauch zerquetscht werden (Kümmel, Anis, Fenchel), Hölzer, Rinden oder Wurzeln als Scheiben oder Würfel, Blätter als Dreiecke gebrochen werden. Der Zerkleinerungsgrad ist wichtig, da die Teedroge eine große Oberfläche haben sollte, damit das heiße oder warme Wasser die Arzneistoffe schnell und in ausreichender Menge herauslösen kann.

Die Arzneibücher
Tee sollte möglichst wenig belastet mit Mineralien, Pflanzenschutzmitteln, Schwermetallen, Begasung und radioaktiven Substanzen sein. Die Arzneibücher schreiben Prüfungen, Lagerung und Zubereitung der Pflanzenteile vor. Die Tees werden daher in der Apotheke geprüft auf Verfälschungen. Daher kosten Tees in der Apotheke in der Regel etwas mehr, dafür können Sie sich aber auch sicher sein, dass sie wirken. Apotheker sind Teespezialisten.

Gemischte oder ungemischte Tees
Es gibt ungemischte Tees mit einer Arzneipflanze oder Mischungen. Bei Teemischungen wird ein synergetischer Effekt erreicht. Es werden aber nicht nur Pflanzenteile verwendet, sondern auch Pulver. Dabei handelt es sich um in der Industrie hergestellte Gemische mehrerer Drogen mit gleicher oder ähnlicher Indikation. Dies können Instanttees sein. Instanttees enthalten arzneilich wirksame Bestandteile in gefriergetrockneter Form. Diese Tees sind sehr leicht wasserlöslich - einfach aufgießen, fertig - sie ziehen Wasser magisch an. Die Teeindustrie verwendet häufig in aromatisierten Tees künstliche aber nach wissenschaftlicher Erkenntnis ungefährliche Aromastoffe.

Die Herstellung
Nach gut pharmazeutischen Regeln besteht eine Teemischung normalerweise aus 3 - 7 Drogen, sogenannten Leitdrogen mit ähnlicher Indikation. Zusätzlich können Ergänzungsdrogen zur Teeverschönerung oder als Geschmacksverbesserung - sogenannte Aromadrogen - verwendet werden.

Eine Teemischung aus 10 - 30 Drogen ist in der Regel arzneilich unwirksam, da die Pflanzenteile mit Sicherheit unterdosiert sind.

Lassen Sie sich in der Apotheke beraten, denn guter Rat ist nicht teuer.
Wir beraten Sie gerne!

Teedrogen und einfache Indikationen
Teedrogen gegen Erkältung:
Thymian, Huflattichblätter, Wollblumen, Spitzwegerich, Primelwurzeln, Lindenblüten, Holunderblüten, Salbeiblätter, Tormentilwurzel, Isländisches Moos
Teedrogen gegen Blasen- und Nierenleiden:
Birkenblätter, Brennnesselblätter, Bohnenschalen, Löwenzahnkraut, Goldrute
Teedrogen gegen Nervosität, Schlafstörungen, Stressbelastung und Depression:
Johanniskraut, Passionsblumen, Orangenblüten, Haferfrüchte, Hopfenzapfen, Baldrianwurzeln, Melissenblätter, geringe Mengen Weißdornblüten
Teedrogen gegen Beschwerden in Magen und Darm:
Kümmel-, Anis-, Fenchelfrüchte, Korianderfrüchte, Boldoblätter, Sennesfrüchte und -blätter, Faulbaumrinde
Teedrogen zur Entwässerung und Blutreinigung:
Brennnesselblätter, Birkenblätter, Pfefferminzblätter, Löwenzahnkraut, Schachtelhalmkraut, Goldrutenkraut
Teedrogen gegen Herz- und Kreislaufbeschwerden:
Weißdornblätter mit Blüten, Rosmarinblätter
Teedrogen gegen Rheuma und Gicht:
Teufelskralle, Brennnesselkraut, Birkenblätter, Löwenzahn, Holunderblüten, beschränkt auch Weidenrinde und Wacholderblüten

Tee für Diabetiker
Es gibt keinen Tee gegen Diabetes, höchstens einen Haustee für Diabetiker der gut schmeckt. Eine Mischung aus Bohnenhülsen, Hibiskusblüten, Pfefferminzblätter, Süßholzwurzel ist zu empfehlen.

Tee zur Appetitanregung
Pflanzen mit bitteren Stoffen werden hauptsächlich zur Speichel-, Magen- und Gallensaftanregung verwendet und dienen der Verdauung wie z. B.
Enzianwurzel, Fieberklee, Wermutkraut, Benediktenkraut, Bitterholz, Pomeranzenschale, frische Zitronenschale. Viele dieser Pflanzen finden bei der Gewürzherstellung Verwendung.

Ausführliche Beratung gibt es bei uns. Kommen Sie zu uns.